Projekte

Der Landkreis Miesbach erstreckt sich vom Mangfallgebirge im Süden über das voralpine Hügelland bis in die Münchener Ebene. Geprägt durch Berggipfel, Almwiesen, Wälder, Moore, Seen und Flüsse haben wir eine wunderschöne Vielfalt an Landschaftsbildern zu bieten. Ebenso vielfältig sind auch die Lebensräume, Tiere und Pflanzen in dieser Landschaft. Durch schonende Bewirtschaftung und auf die Ansprüche der Tiere und Pflanzen abgestimmte Maßnahmen erhalten wir dieses Kulturerbe.

Streuwiesen

Streuwiesen sind charakteristisch für die bäuerlich geprägte Kulturlandschaft im Voralpenraum. Früher wurde das Mähgut zum Einstreuen der Ställe gebraucht. Auf den feuchten Wiesen wachsen eine Vielzahl spezialisierter Pflanzenarten. Mit diesen eng verbunden sind charakteristische Tiere, die oft auf diesen Lebensraum oder sogar auf einzelne Pflanzen darin angewiesen sind. In den letzten Jahrzehnten wurde die Bewirtschaftung der Streuwiesen vielerorts ökonomisch weniger interessant. Oft sind sehr spezielle Maschinen notwendig, die den empfindlichen Boden möglichst wenig verletzen. Um die hohe Artenvielfalt und das charakteristische Landschaftsbild zu erhalten übernimmt der Landschaftspflegeverband die Pflege von Streuwiesen im Landkreis.

Magerrasen

An einigen Waldsäumen und Wiesenrändern sind noch „Heideflächen“ mit heute selten gewordenen Pflanzenarten erhalten geblieben. Die Blütenpracht fasziniert nicht nur das Auge des Betrachters sondern ist auch Lebensgrundlage für viele Insekten, Käfer und andere Lebewesen unserer Landschaft. Mit der Pflege der wertvollen Flächen beteiligen wir uns an einem Biotop-Verbundprojekt. So sollen Magerrasen und ihre Charakterarten, wie die Buschnelke, in den Landkreisen München, Bad Tölz / Wolfratshausen und Miesbach erhalten bleiben.

Amphibienschutz

Der LPV Miesbach baut vier Amphibien-Schutzzäune im Landkreis auf und finanziert die Betreuung von insgesamt sieben Zäunen. Dies ist nur durch die bereits jahrelange, engagierte Arbeit ehrenamtlicher Helfer möglich. Das Amphibienschutzprojekt führen wir in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt durch, das die Maßnahmen in den vergangenen Jahren umgesetzt hat.